Chormusiker Simon Halsey bekommt Bundesverdienstkreuz
9. November 2010

LeaderChor Berlin © Kai Bienert
Schon als Kind stand der 1958 geborene Simon Halsey dem Gesang und im speziellen der Chormsuik nahe. Der Sohn eines Chorleiters und einer Sängerin war in London geboren worden und wurde bereits im Alter von 22 Jahren Musikdirektor der University of Warwick. Lange Zeit war er künstlerischer Leiter des Salisbury Festivals und Chordirektor in Antwerpen. Nun erhält er das Bundesverdienstkreuz.
Der Chefdirigent des Rundfunkchores Berlin Simon Halsey bekommt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Wie der Rundfunkchor am Freitag mitteilte, wird Halsey als Förderer und Botschafter der Chormusik ausgezeichnet.
Halsey steht seit 2001 an der Spitze des Berliner Chores und engagiert sich seitdem für dieses Genre. In der Reihe "Broadening the Scope of Choral Music" wird der Chor aus den klassischen Konzertsälen heraus und mit anderen Kunstsparten (Film, Tanz, Bildende Kunst) zusammengeführt. Die von Simon Halsey und dem Rundfunkchor Berlin organisierten Mitsingkonzerte, die ebenso zum Projekt gehören, lassen alle Interessierten in die Welt der professionellen Chormusik eintauchen, indem sie eingeladen sind, gemeinsam mit dem Rundfunkchor, große Werke aufzuführen. Mit dem Fest der Kulturen werden Chorszenen und Kulturen von Städten vernetzt. So gründete Halsey einen Projektchor für Gospelmusik und veranstaltete vergangenen Sommer ein Mitsingkonzert in der Türkei.
Weitere ungewühnliche Projekte innerhalb der Reihe sind der Leaderchor Berlin - ein Chor aus Managern und Führungskräften und die Liederbörse im Zeichen der Jugendarbeit.
Mit diesen Projekten gelang es Simon Halsey die Chormusik für ein weites heterogenes Publikum zu öffnen. Kulturstaatssekretär André Schmitz wird ihm dafür am 25. Januar 2011 im Haus des Rundfunks des RBB das Bundesverdienstkreuz, das Personen mit besonderen Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem oder geistigem Gebiet zugedacht wird, auszeichnen.