Droht der "Stiftung Bochumer Symphonie" das Aus?
9. März 2010

Bochumer Symphoniker
Nachdem Stadt und Bund keine Mittel für den Neubau eines Konzerthauses locken machen, schwinden die Hoffnungen der Bochumer Symphoniker ein eigenes Gebäude beziehen zu können. Die Stiftung Bochumer Symphonie muss über ihre Auflösung nachdenken. Medienberichten zu Folge, konnten, trotz der erfolgreichen Spendenaufrufe, weder die Stadt noch das Land die offenen Gelder für den Bau eines eigenen Konzerthauses für die Symphoniker, aufbringen. Demnach wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Bochumer Symphoniker ein eigenes Haus erhalten immer unwahrscheinlicher.
Wegen der ungünstigen Haushaltslage hatte sich schon Ende des vergangenen Jahres abgezeichnet, dass sich die Stadt nicht für das Bauvorhaben engagieren kann. Noch werden Alternativpläne über eine eventuelle Umsetzung in mehreren Bauabschnitten geprüft. Kommt es zu keiner Lösung, könnten die Spender die bisher gesammelten 12,3 Millionen Euro zurückverlangen. Verbittert sind die Stifter allemal. Denn so beschrieb der Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker unlängst die allgemeine Stimmung. Trotz des großen Unverständnisses, warum die Stadt das Geschenk der Bürger zur Entlastung des öffentlichen Haushalts nicht annehme, halte man sich vorerst mit Rückforderungen zurück.
Die Stiftung Bochumer Symphonie hatte sich 2007 gegründet, um die fehlenden Mittel für den Bau des Konzerthauses zu sammeln. Das Symphonieorchester selbst, wurde 1918 zeitgleich mit dem Schauspielhaus Bochum, zur Unterstützung des Opernbetriebes gegründet. Mittlerweile hat sich der Klangkörper internationales Renommee erworben.