Klavier-Festival Ruhr muss mit finanziellen Kürzungen rechnen
11. März 2010

Klavier Festival Ruhr
Das weltweit bedeutendste Klavierfestival, das jährlich im Ruhrgebiet stattfindet, erhält im nächsten Jahr weniger Geld vom Initiativkreis Ruhr, einem Zusammenschluss großer Unternehmen der Region. 59 Wirtschaftsunternehmen der Region finanzieren als Initiativkreis das Festival derzeit mit rund einer Million Euro. Wie nun bekannt wurde, fallen die Kürzungen weit weniger drastisch aus, als vielfach in der Presse bekannt wurde. Um die Qualität der Veranstaltungen zu sichern, denke man dennoch über die Gründung einer Stiftung nach. Insgesamt bleibt man aber zuversichtlich den internationalen Spitzenplatz halten zu können, so Intendant Franz Xaver Ohnesorg.
Nachdem vielfach in der Presse von erheblichen Mittelkürzungen die Rede war, haben die Organisatoren des Klavier-Festivals Ruhr diese Meldungen nun dementiert. Die Einsparungen seien durchaus moderat und tragbar. Der Initiativkreis Ruhr, eine Vereinigung von 59 Unternehmen der Region, habe auch für die kommende Saison genügend Mittel zugesagt, um eine stabile finanzielle Basis für das Festival 2011 zu schaffen. Unter dem Dach des Initiativkreises denke man nun über die Gründung einer Stiftung nach, damit der künftigen wirtschaftlichen Situation ein weiteres Standbein zur Verfügung stünde.
Das Klavierfestival Ruhr findet jedes Jahr im Sommer im Ruhrgebiet statt. Mit über 80 Veranstaltungen in drei Monaten zählt das Festival international zu einem der bedeutendsten Musikfestivals im Bereich Klaviermusik. Rund 60000 Gäste besuchen die Konzerte an unterschiedlichsten Orten in ganz Nordrhein-Westfalen. Zu den Spielstätten zählen neben dem Konzerthaus Dortmund, die Philharmonie Essen, die Tonhalle Düsseldorf oder das Schloss Hohenlimburg in Hagen. Von Anfang Mai bis Ende Juli zieht das Festival namhafte internationale Künstler ins Ruhrgebiet. Neben den großen Meistern, darunter Lang Lang, Herbie Hancock, Abdullah Ibrahim, Maurizio Pollini oder André Previn, die regelmäßig zu Gast sind, folgen auch Debütanten und Nachwuchspianisten der Einladung des Initiativkreises. Durch die zahlreichen Kompositionsaufträge, die im Zuge des Festivals erteilt werden, konnten im vergangenen Jahr über 60 Werke uraufgeführt werden.Einen Schwerpunkt bildet das Education-Programm. Hier steht die interdisziplinäre Förderung, der musikalischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen unterschiedlichster sozialer Herkunft auf dem Plan.