Kurze Geschichte für "My Music"
15. Dezember 2010
Musikmessen haben Tradition. Zu den Größten in Deutschland gehören die jährlich in Berlin stattfindende Popkom, Jazzahead, seit 2006 in Bremen beheimatet, oder die Promikon für kirchliche Musik. Alle sind zu Publikumsmagneten geworden. Die noch junge Schwester, die Fachmesse "My Music", die ursprünglich in Friedrichshafen zu Gast war, muss nun aufgeben. Die Veranstalter sprechen von "vorerst".
Wie der Veranstalter TMS Messen-Kongresse-Ausstellungen GmbH nun bekanntgab, wird es im kommenden Jahr die Musikmesse "My Music" nicht mehr geben. TMS sprach allerdings von einer vorläufigen Entscheidung. Grund für den Stopp seien die zu geringen Besucher- und Ausstellerzahlen und das verhaltene allgemeine Interesse. An den zwei Messestandorten Friedrichshafen und Dresden fand die Messe seit vier Jahren im Wechsel statt. Mit der Wahl der beiden Standorte war sich TMS sicher gewesen, zwei Regionen mit bedeutenden musikalischen Märkten gefunden zu haben, die eine solche Messe tragen könnten. Die ersten beiden Jahre seien im Hinblick auf die Auslastung zwar erfolgreicher, aber wirtschaftlich auch nicht einträglicher gewesen. In Dresden dagegen war "My Music" ein völliger Flop. Die erhofften positiven Synergien waren also nicht eingetreten.
Die letzte Messe hatte vom 15.-17. Oktober in Friedrichshafen, unter der Schirmherrschaft vom Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Herrn Stefan Mappus, stattgefunden. Zu den Höhepunkten hatten das Music-Benefizkonzert von Konstantin Wecker, Deutschlands größtes Harfenkonzert mit 60 Musikerinnen und Musikern und das Tour-Finale der elf Personen starken HipHop-Jazz-Brassband, dem Pullup Orchestra aus der Schweiz gehört. Im Rahmenprogramm fanden Workshops mit Donavan Hepburn, Joo Kraus und Robin D. statt. Insgesamt waren 650 Künstler aus 6 Ländern, bei 100 Workshops und 40 Konzerten zu Gast gewesen.