Schwere Sicherheitsmängel beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie

17. Mai 2010
Hamburger Elbphilharmonie

Hamburger Elbphilharmonie

Nachdem die Baukosten des Projekts Elbphilharmonie in der Hamburger Hafen City in unermessliche Höhen gesteigen waren und man sich deshalb vor Gericht traf, kommen nun erneute Vorwürfe auf den Baukonzern Hochtief zu. Die Architekten Herzog und de Meuron stellten bei den Untersuchungen, die Kultursenatorin Karin von Welck in Auftrag gab, erhebliche Bau- und Sicherheitsmängel fest.

Das Schweizer Architekturbüro von Jacques Herzog und Pierre de Meuron hat die stadteigene Realisierungsgesellschaft bei einer Sondersitzung auf akute Ausführungsgmängel beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie hingewiesen. Wie der "Focus" berichtet, beziehen sich die Befunde auf die tragenden Teile des Millionen-Projekts.

Demnach liegen die Betonrippen, die den Konzertsaal federnd tragen sollen, zu tief. Teilweise lägen die Abweichungen weit oberhalb des tolerierbaren Bereiches. Bei Stichproben an den Betonwänden seien die Architekten auf mehrere gefährliche Hohlkammern gestoßen.

Damit setzen sich die Auseinandersetzungen zwischen den Bauherren, den Planern und der ausführenden Baufirma Hochtief um das Prestigeobjekt in der Hamburger Hafencity fort. Kultursenatorin Karin von Welck, die im April um einen Baubericht gebeten hatte, hat Hochtief nun erneut zu Gesprächen berufen und fordert ein Qualitätssicherungsinstrument. Dass auch der alte Kaiserspeicher in ummittelbarer Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist ein weiteres Problem. Nachdem Zementschlamm über die historische Klinkerfassade gelaufen sei, habe man die Außenhaut des Speichers abschleifen lassen, was den Zustand aber noch verschlimmert habe. Nun droht der Baustopp.

Hochtief wies die Vorwürfe, schlecht gebaut zu haben, weitestgehend zurück. Sie geben den Architekten die Schuld, da diese oft Pläne zu spät geliefert hätten. Das habe zu Verzögerungen und Abweichungen geführt.
Zuletzt hatte es im Zusammenhang mit dem Bau der Elbphilharmonie Ärger wegen der immensen zusätzlichen Baukosten gegeben. Das ursprünglich mit 77 Millionen Euro geplante Projekt ist mittlerweile mit 500 Millionen Euro veranschlagt.

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